„Alles ist möglich, wenn man es wirklich will“

Im FUCHS-Porträt: Wolfgang Großmann,
Geschäftsführer bei FUCHS Tiefbau

Wolfgang Großmann wird 2021 sein 45-jähriges Jubiläum bei uns begehen. Er hat sich vom Maurerlehrling in die Führungsetage hochgearbeitet. Seit Januar 1995 ist er Geschäftsführer bei FUCHS Tiefbau und kann so einiges aus seinem Berufsleben bei und mit FUCHS berichten.

Der durchgängige Karriereweg von Wolfgang Großmann zeigt, was man bei FUCHS durch Eigeninitiative und Leidenschaft für das Bauen alles erreichen kann. Seit Langem gilt er deshalb als Vorbild für alle jungen FÜCHSE. 

Herr Großmann, Sie dürfen in 2021 ihr 45-jähriges Betriebsjubiläum feiern. Können Sie sich noch an Ihre ersten beruflichen Schritte erinnern?

Nach der Schule startete ich eine Ausbildung als Maurer bei FUCHS in Pollanten. Eingestellt hat mich zum 2. August 1976 Seniorchef Konrad Fuchs († 1994). Es waren spannende erste Jahre, denn das Unternehmen wuchs damals auf ca. 120 Mitarbeiter*innen und hatte interessante Aufträge im Wohnungs und Gewerbebau.

Und nach der Ausbildung wurden Sie von FUCHS übernommen?

Ja, ich habe zunächst zwei Jahre als Maurer im Hochbau gearbeitet. Nach der Weiterbildung zum Werkpolier durfte ich Anfang der 80er große Wohnungsbauprojekte in Nürnberg betreuen. Und nach gelungener Meisterprüfung kam ich als Bauleiter zurück zu FUCHS. Ich hatte Glück, mit Herrn Reinhard Fuchs einen Chef als Vorbild zu haben, der mir einerseits viel zutraute und abverlangte, aber mich auch in jungen Jahren förderte.

Wie sind Sie dann vom Hochbau in den Tiefbau gekommen?

Bevor es soweit kommen sollte, war ich von 1991 bis 1993 Leiter der Kalkulation in Bachhausen. Im Zuge dessen sollte ich am 23. Oktober 1993 Reinhard Fuchs nach Schwabach begleiten, um das in Konkurs gegangene Tiefbauunternehmen Tagmann zu besichtigen. Und es war schnell entschieden, dass FUCHS es aufkauft. 1994 haben wir den Betrieb, rund 45 Mitarbeiter und die laufenden Aufträge im Tiefbau übernommen. Herr Fuchs hat mir daraufhin die Aufgabe als Betriebsleiter und Prokurist des neuen Unternehmens anvertraut und ein Jahr später die Geschäftsführung von FUCHS Tiefbau übertragen.

"Reinhard Fuchs hat mich an meinen Aufgaben wachsen lassen.
Das hat mich motiviert, mehr Verantwortung
zu übernehmen."

Wie erlebten Sie die Expansion der damaligen Firmengruppe?

Nach der Wende expandierte FUCHS in die neuen Bundesländer, zunächst in der Nähe von Chemnitz und später Richtung Berlin. An beiden Standorten wurden Zug um Zug hohe Investitionen getätigt und neue Fertigteilwerke gebaut. In dieser Phase habe ich ab 1996 zwei Jahre lang parallel zu Kammerstein die Niederlassung der FUCHS Tiefbau in Mittelbach bei Chemnitz geleitet.

Klingt, als seien Sie sehr vielseitig einsetzbar…

Ich würde sagen, man wächst an seinen Aufgaben. Man kann (fast) alles erreichen, wenn man sich dafür einsetzt. Doch das Hin- und Herpendeln zwischen Ost und West war nicht meines und ich merkte schnell, dass es mir persönlich immer weniger Freude machte. Die Leidenschaft und der Spaß an der Arbeit sind zwei Voraussetzungen, die für mich unglaublich wichtig sind. Wenn das nicht mehr ist, dann läuft was verkehrt. Zum Glück habe ich einen guten Draht zur Familie Fuchs. Und die weiß, dass ich lieber eine Sache gescheit mache anstatt zwei halbe Sachen. So kam es, dass ich mich aus dem Ostgeschäft zurückzog.

So ein langes Berufsleben hat sowohl Höhen als auch Tiefen. Gab es für Sie besonders einschneidende Erlebnisse?

Und ob! Die Baukrise Ende der 90er Jahre verschonte auch die damalige Firmengruppe FUCHS nicht vor dem brutalen Aus im August 2000. Die ersten Monate nach der Insolvenz waren die schwierigsten meines Lebens – für die einzelnen Unternehmen hing alles am Seidenen Faden. Diese Zeit hat mich einige schlaflose Nächte gekostet –keiner konnte sagen, ob und wie es im Tiefbau weiter geht. Ich wollte mein Personal und deren Familien nicht hängen lassen, gleichzeitig kam reichlich Druck von den Banken, die zur Fortführung von FUCHS Tiefbau immer noch mehr Sicherheiten forderten. Nicht nur ich habe in dieser Zeit gelernt, wie wichtig es ist, starken Rückhalt in seiner Familie zu haben und die Hoffnung nicht aufzugeben. Man muss zielstrebig und hartnäckig sein, immer nach einer Lösung suchen. Und man muss auch daran glauben, dass es funktionieren wird.

"Spaß an der Arbeit und der innere Antrieb
sind die wichtigsten Faktoren
für den Erfolg."

Letztendlich hatten Sie Erfolg...

Nach drei Monaten war es endlich soweit - wir haben alles auf eine Karte gesetzt und uns mögliche Käufer vom Leib gehalten. Bei FUCHS Tiefbau konnte am 9. Oktober 2000 neu gestartet werden. Viele der bereits langjährigen Kunden sind uns treu geblieben und haben uns auch weiterhin beauftragt. Für mich ist es auch heute noch das beste Lob, wenn uns ein Auftraggeber mit Bauarbeiten immer wieder betraut – egal ob im Neubau oder Unterhalt. Dies beweist die Verbundenheit zu uns FÜCHSEN. Außerdem heißt es, dass wir unsere Arbeit gut machen.

Klingt nach einem tollen Vertrauensverhältnis, das Sie sich aufgebaut haben.

Ich bin dankbar, dass mir sowohl die Kunden als auch Mitarbeiter in schwierigen Zeiten die Stange gehalten haben. Ein Großteil der Mannschaft ist bereits seit 1995 an Bord. Dieser wird natürlich altersbedingt immer kleiner, da viele in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen. Es ist unser gemeinsamer Erfolg, dass es seitdem bergauf ging. Ich bin stolz, dass FUCHS Tiefbau ein verlässlicher Arbeitgeber für rund 60 Mitarbeiter ist. Ich hoffe, dass mir die Arbeit noch lange Freude bereitet. Dabei ist mir eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit regem Erfahrungsaustausch zwischen Jung und Alt sehr wichtig.

Herr Großmann, haben Sie herzlichen Dank für Ihre Zeit. Für das interessante Gespräch, aber auch für die vielen Jahre, in denen Sie die FÜCHSE mit Ihrer Tatkraft unterstützen.

Interviewer: Julia Broisch

 

Persönliches über Wolfgang Großmann

• Engagiert sich leidenschaftlich für das Ehrenamt.

• Seit 1979 wirkt er im Sportclub Pollanten in unterschiedlichsten Funktionärspositionen mit.

• Ist Kommunionhelfer in der Pfarrei Pollanten.

• Bringt seit unzähligen Jahren viele Kinderaugen zum Leuchten, indem er als Nikolaus auftritt.

• Verlässt sich bei Entscheidungen gerne auf sein Bauchgefühl bzw. seinen gesunden Menschenverstand.

• Feiert im Januar 2021 seinen 60sten Geburtstag – denkt aber noch nicht an den Ruhestand, denn stillsitzen kann und mag er nicht.

• Macht sich seit 2018 stark gegen die Stromtrasse P53. Wenn er doch mal Ruhe und Ausgleich sucht, geht es für ihn zuhause in den Garten zum Früchte naschen.